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PinQam Update – Weißabgleich voreinstellen

PiCamera

In letzter Zeit habe ich den Code überarbeitet und bin von den os.system Aufrufen zu einem Python-Modul für die RaspiCam namens PiCamera  gewechselt. Leider funktioniert noch nicht alles einwandfrei und einige Funktionen habe ich noch nicht umgestellt, aber ein Anfang ist gemacht.

Neue Funktion – Weißabgleich einstellen

Es ist jetzt möglich den Weißabgleich per presets einzustellen. Somit kann die RaspiCam auf das Umgebungslicht angepasst werden.

Weissabgleich

Zur Auswahl stehen:

  • aus
  • automatisch
  • Sonnenlicht
  • bewölkt
  • Schatten
  • Glühlampe
  • Leuchtstoffröhre
  • Blitz

Probleme

Probleme Gibt es noch bei der Funktion die LED der Kamera zu aktivieren/deaktivieren. Ich nutze getpass.getuser() um festzustellen, wie der angemeldete Benutzer heißt, um damit die Pfade festzulegen. Das Programm müsste als root gestartet werden um die Funktion zu nutzen, was mir aber Probleme bereitet, da getpass.getuser() dann immer „root“ zurückgibt.

Ein weiteres Problem gibt es bei der Videofunktion. Wenn man als Format „mjpeg“ auswählt, hängt sich die Kamera auf. Das Problem mit „mjpeg“ ist aber bekannt, soweit ich im Internet lesen konnte und wird hoffentlich bald gelöst.

 

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Filtereffekte und Videofunktion für PinQam

Es gibt zwei neue Funktionen für PinQam. Neben der Möglichkeit verschiedene Filtereffekte auszuwählen, können jetzt auch Videos aufgenommen werden.

Filtereffekte

Die Grundlage für die Filterauswahl ist raspistill. Dieses bietet 22 verschiedene Effekte an. Im Liveview kann man sich eine Vorschau mit dem aktuellen Filter anzeigen lassen. Mit einem Klick auf den Button Auslösen wird das Foto mit dem gewählten Filter aufgenommen. Gespeichert wird das Foto im PinQam Verzeichnis im Unterverzeichnis Filtereffekte.

Videofunktion

Für die Videofunktion wird Raspivid benutzt. Dieses bietet einige Funktionen für die Videoaufnahme an. Es kann sich wieder im Liveview eine Vorschau angezeigt werden lassen. Vor der Videoaufnahme können noch Einstellungen vorgenommen werden.

Es können folgende Eigenschaften geändert werden:

  • Breite
  • Höhe
  • Bitrate
  • Aufnahmedauer
  • FPS

Video

Das Video wird im Verzeichnis PinQam im Unterverzeichnis Video als *.h264 gespeichert. Ansehen kann man sich dieses anschließend mit dem unter Raspian vorinstallierten omxplayer.

Hierzu muss man in das Videoverzeichnis wechseln und folgendes auf der Konsole eingeben:

omxplayer video_name.h264

Download

Den Download gibt es hier.

Das Programm kann auch über Github bezogen werden:

sudo git clone https://github.com/pinqin/pinqam.git

Die Installation ist HIER beschrieben.

Inbetriebnahme des Kameramoduls – RaspiCam

Montage

Das Kameramodul wird über die CSI – Schnittstelle mit dem RaspberryPi verbunden. Dieser befindet sich zwischen dem Ethernet- und dem HDMI-Port. Um das Flachbandkabel des Kameramoduls anzuschließen, muss der schwarze Teil der CSI-Schnittstelle nach oben gezogen werden. Anschließend kann das Flachbandkabel mit der blauen Markierung in Richtung Ethernet-Port in den Steckverbinder geschoben werden. Zum Fixieren wird nun der schwarze Steckverbinder wieder nach unten gedrückt.

RaspiCam

Aktivierung und Inbetriebnahme

Nachdem das Kameramodul verbunden ist, kann der Raspberry eingeschalten werden. Das System sollte auf dem aktuellen Stand sein. Ein Upgrade des Systems macht man mit

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade

Aktiviert wird das Modul im Konfigurationsassistent. Diesen ruft man mit

sudo raspi-config

auf. Hier wählt man Punkt 5 „Enable Camera“ mit Hilfe der Pfeiltasten an und bestätigt mit Enter. Im darauffolgenden Fenster bewegt man den Cursor mit den Pfeiltasten auf Enabled und bestätigt wieder mit Enter. Das Kameramodul ist nun aktiviert. Den Assistenten verlässt man nun über Finish. Im Anschluss wird man gefragt, ob ein Reboot durchgeführt werden soll. Hier bestätigt man mit Ja.

Test des Kameramoduls

Um einen Test des Kameramoduls durchzuführen, kann folgender Befehl genutzt werden.

raspistill -o test.jpg

Nun wird für 5 Sekunden das Bild des Kameramoduls angezeigt und anschließend wird ein Foto gemacht. Das Foto wird unter dem angegebenen Namen gespeichert. Der Zielort ist hier der Ort, an dem man sich im Terminal befindet.

Der Befehl kann wie folgt angepasst werden, um zum Beispiel das aufgenommene Foto auf dem Desktop zu speichern. „pi“ ist der Benutzer und muss ggf. noch angepasst werden.

raspistill -o /home/pi/Desktop/test.jpg

Weitere Funktionen

Alle Funktionen kann man aus der RaspiCam Dokumentation entnehmen. Interessant für den Anfang könnten noch Video- und Zeitrafferaufnahmen sein.

Videoaufnahmen

Ein Video wird wie folgt aufgenommen

raspivid -o test.h264 -t 5000

Der Speicherort kann wie bei der Fotoaufnahme auch hier angepasst werden. Die Dauer des Videos wird mit -t in Millisekunden angegeben. Für das Beispiel wären das 5000 ms (Entspricht 5 Sekunden).

Zeitrafferaufnahmen

Für eine Zeitrafferaufnahme nutzt man folgenden Befehl

raspistill -tl 1000 -t 20000 -o foto%04d.jpg

Mit dem Zusatz -tl gibt man vor, wann ein Foto gemacht werden soll. In diesem Beispiel ist das alle 1000 ms (jede Sekunde).  Bei -t gibt man die Dauer des Zeitraffers an. In diesem Beispiel sind das 20000 ms (20 Sekunden). Auch hier kann nach -o wieder der Speicherort angepasst werden. Mit %04d definiert man, dass die Dateinamen der Einzelaufnahmen eine 4-stellige fortlaufende Nummerierung bekommen.